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Abenteuer auf dem Dach der Welt
geschrieben von: Jörg am Sonntag, 18. Januar 2004, 18:37 Uhr |
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Leipzig.
Er ist ein Mythos und wird es auch immer bleiben. Auch mehr als 50 Jahre nach der Erstbesteigung durch den Neuseeländer Edmund Hillary und dem Nepalesen Tenzing Norgay hat der Mount Everest nichts von seiner Faszination verloren.Nicht allein die Höhe des gigantischen Berges (8848 Meter) fasziniert die Menschen weltweit. Vielmehr ist es die Geschichte und der Mythos voll seiner Träume, Triumphe und Niederlagen,die diesen alles überragenden Kolloss umgibt. Die Bewohner der Himalaja-Region betrachten ihren Chomolungma, so heißt der Everest auf tibetisch, noch traditionell als heilige Stätte.Tausende Menschen, getrieben von Abenteuerlust und Pioniergeist,haben seit dem beginnenden 20.Jahrhundert versucht, die höchsten Gipfel auf dem Dach unserer Welt zu erklimmen.Viele haben ihren Wagemut mit dem Leben bezahlt,statistisch endete jeder sechste Versuch tödlich.Eine ganz andere Möglichkeit der Faszination des Bergmassivs bietet sich noch bis zum 31.März 2005 in Leipzig.In der Ausstellung "8848 Everest 360°" entführt das weltweit größte Panoramabild die Besucher virtuell auf den Everest. Im alten Gasometer in der Richard-Lehmann-Straße eröffnet sich dem Besucher dank moderner Computertechnik der Herr aller Berge in seiner unendlichen Schönheit.Der Meister der Illusionen,der Berliner Künstler und Architekt Professor Yadagar Asisi, präsentiert auf über 6000 Quadratmetern eine Komposition aus Felsen, Eis und Schnee. Ein 360 Grad Rundum Blick entführt die Besucher, die auf einer meterhohen Plattform stehen, in das 6500 Meter hoch gelegene "Tal des Schweigens"."Der Zuschauer soll ein Gefühl für die Dimension erhalten", erklärt Yadegar Asisi. Besondere Herausforderung war die Übertragung der dreidimensionalen Wirklichkeit auf das gekrümmte Rundbild.Um einen realistischen Eindruck zu erzielen, mussten Berglandschaft und Horizont perspektivisch verzerrt dargestellt werden. Als Grundlage dienten Fotografien, Skizzen und Computermodelle.Der auf digitaler Airbrush-Technik basierende Stoffdruck wurde mit einer 12 Meter breiten Druckmaschine auf die einzelnen Bahnen übertragen.In einer eigens angemieteten Halle wurden die Bahnen zusammengenäht, mit hunderten Schlaufen versehen und im Gasometer aufgehängt.Mehr als eine Viertel Millionen Besucher haben die Ausstellung bereits besucht.Die perfekte Illusion zeigt sich dem Betrachter durch das virtuose Spiel von Licht und Schatten.Durch Marmorsplitt als imitierter Schneeboden wird dieser Effekt noch verstärkt. Der Besucher meint, inmitten des spektakulären und zerklüfteten Gletscherfeldes zu stehen.Durch suggestive Töne (Stimmen,Gesänge und Musik) und Wettergeräusche sowie durch eine traumhafte Nachtansicht gibt es einen optisch und akustisch atemberaubenden Gesamteindruck des Bergmassivs.  
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